Morgendämmerung

Neue Tendenzen gestalten

Der Bund Deutscher Architekten BDA Landesverband Baden-Württemberg lobt den Nachwuchspreis Die Jungen Hugos 2021 für Architekturstudierende der Hochschulen in Baden Württemberg aus. Ziel ist es angehenden Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zu geben, sich mit ihren Arbeiten zu präsentieren und sich in einen Diskurs über die gesellschaftliche Relevanz planerischen Gestaltens einzubringen.

»If you look at the present in a creative way, you can also unleash futures…«

Rem Kolhaas, Countryside, The Future, 12.02.2020

Gesellschaftliche Veränderungen wie neue Arbeitswelten, neue Formen des Zusammenlebens, nachhaltige Lebenskonzepte und ein verantwortungsvolles Miteinander werden von Architektinnen und Architekten mitgestaltet. Speziell an Hochschulen wird Raum zum Experimentieren und Erforschen gewährt. Der BDA Baden-Württemberg möchte sich mit dem Thema »Morgendämmerung« des visionären Potentials von Studienprojekten annehmen.

Diese Auszeichnung richtet sich an die Generation Z und ihre architektonischen Ansätze für morgen:

»Seid ihr die Generation am Ende des Alphabets oder die Seismographen für gesellschaftliche Veränderungen? Welche Strategien und Konzepte für das Kommende finden sich in euren Studienprojekten? Sind eure Ansätze frisch?
Dann reicht uns euer Entwurfsprojekt ein. Alleine zu zweit oder als Team – wir sind gespannt auf eure Ideen.«

Jury

 

Aldo Nolli

Durisch+Nolli, Massagno (CH)

www.durischnolli.ch

 

geboren 1959 in Mailand. Architekturstudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ETHZ, Diplom 1984. Mitarbeit bei Santiago Calatrava 1981-88 und bei Giancarlo Durisch 1989-93. 2000 Berufung in den Bund Schweizer Architekten BSA. Vizepräsident des Zentralvorstandes BSA 2005-13. Architekturexperte der Eidgenössischen Kultur Kommission EKK 2014-16. Seit 2015 Verwaltungsrat der Zeitschrift „Werk, Bauen & Wohnen“.

Lehrtätikeit als Gastprofessor u.a. 2000 an der University of Illinois in Urbana Champaign UIUC, 2006 an der Università IUAV di Venezia, 2011-2013 an der l’École Polytechnique Fédérale Lausanne EPFL und 2014-2019 an der Accademia di Architettura Mendrisio AAM.

Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. SIA-Preis Ticino 2003, 2007, 2012 und 2016, AIT Global Award for the very best in Interior and Architecture 2012, Schweizer Stahlbaupreis 2014.

 

Sabine Marinescu und Janina Poesch
PLOT | Marinescu, Poesch GbR, Stuttgart
www.plotmag.com

 

Sabine Marinescu und Janina Poesch sind die beiden Gründerinnen und Herausgeberinnen von PLOT – Netzwerk und Plattform für Inszenierungen im Raum, das sich vor allem mit Ausstellungsgestaltung, Film- und Bühnenarchitektur, Markenwelten und Neuen Welten befasst. Als studierte Architektinnen und ausgebildete Journalistinnen widmen sie sich somit hauptsächlich dem geschriebenen Wort, geben ihm den angemessenen Raum und erzählen die Geschichten hinter den (Raum-)Geschichten. Seit 2008 versuchen sie von Stuttgart aus mit eigenem (Online-)Magazin, Events und weiteren Publikationen im Bereich der Szenografie crossmedial die Weltherrschaft der Inszenierungen im Raum zu übernehmen. Fortsetzung folgt …

 

Birgit Rudacs
Burger Rudacs Architekten, München
www.burger-rudacs.de

 

geboren 1966 in Bruck an der Mur – Architekturstudium an der Ecole d’architecture Paris Belleville und an der Technischen Universität Graz, Diplom 1996, 1997/99 Mitarbeit bei Riegler Riewe Architekten – seit 1999 Mitglied der Bayerischen Architektenkammer – 2000 Bürogründung Burger Rudacs Architekten mit Stefan Burger in München – seit 2004 Preisrichtertätigkeit – 2006 Berufung in den BDA. Zahlreiche Wettbewerbsgewinne und Auszeichnungen, u.a. BDA Preis Sachsen 2016 und Auszeichnung beim Deutschen Architekturpreis 2015.

 

Thomas Steimle Freier Architekt BDA
Steimle Architekten, Stuttgart
www.steimle-architekten.com

 

geboren 1974 in Renkum, Holland. Aufgewachsen in Barcelona, Spanien. Architekturstudium an der Hochschule für Technik, Stuttgart. Diplom 2000 mit Auszeichnung. Mitarbeit bei wulfarchitekten bis 2009. Seit 2002 Mitglied der Baden-württembergischen Architektenkammer. 2009 Bürogründung Steimle Architekten. Seit 2009 Lehrauftrag für Baukonstruktion und Entwerfen an der Hochschule für Technik, Stuttgart. Seit 2011 Preisrichtertätigkeit. 2013 Berufung in den BDA. Seit 2014 Mitglied des Vorstands des Landesverbandes Baden-Württemberg im Bund Deutscher Architekten (BDA). Seit 2017 Mitglied im Landesbeirat Baukultur Baden-Württemberg

 

Thomas Kröger
Thomas Kröger Architekten, Berlin
www.thomaskroeger.net

 

Thomas Kröger gründete sein Büro 2001 in Berlin im Anschluss an die Mitarbeit bei Norman Foster, London und Max Dudler, Berlin. Seither arbeitet er und sein Team mit Bauherren im In- und Ausland. Die Projekte umfassen Privathäuser, Kunstgalerien, sowie Büro-/Wohn- und Museumsbauten. Er ist Mitglied im BDA. Thomas Kröger hatte 2014 eine Gastprofessur an der Hochschule für Technik in Stuttgart inne. Zuvor unterrichtete er von 2011 bis 2013 als Gastprofessor am Department of Architecture der Northeastern University of Boston im Rahmen des Berliner Studienprogramms.Seit dem Sommersemester 2019 ist er als Professor für Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf tätig.
Wettbewerbsgewinne und Auszeichnungen, u.a. BDA Preis Brandenburg  und Auszeichnung Haus des Jahres 2016 und 2018.

 

Fotocredit: Thomas Heimann

Teilnahme

Auslober

Auslober des Auszeichnungsverfahrens Die Jungen Hugos 2021
(früher Hugo-Häring Nachwuchs-Förderpreis) ist der

 

Bund Deutscher Architekten BDA

Landesverband Baden-Württemberg

Friedrichstraße 5

70174 Stuttgart

www.diejungenhugos.bda-bawue.de

Kurzfassung der Aufgabenstellung

Der BDA Landesverband Baden-Württemberg lobt den Preis Die Jungen Hugos 2021 für Architekturstudierende der Hochschulen in Baden-Württemberg aus. Unter dem Thema »Morgendämmerung – neue Tendenzen gestalten« können Studentenarbeiten eingereicht werden, die sich mit Gebäuden wie Neubauten, Umnutzungen und Ergänzungen, mit Orten, zum Beispiel Eingriffe und Installationen in städtebauliche Situationen und auch mit theoretisch-abstrakten Konzepten beschäftigen. Diese Auszeichnung richtet sich an die »Generation Z« und ihre architektonischen Ansätze für morgen.

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind alle Architekturstudierende, die zum Zeitpunkt der Erstellung der Arbeit an einer Hochschule in Baden-Württemberg eingeschrieben sind/waren. Zugelassen werden alle Entwürfe, die seit dem Sommersemester 2018 erarbeitet wurden, auch Bachelor- und Masterarbeiten. Als Nachweis ist eine Kopie des Studierendenausweises mit einzureichen. Es können Einzelarbeiten und auch Gruppenarbeiten eingereicht werden.

Leistungen

Einzureichen sind abgeschlossene, von den Lehrstühlen betreute oder frei bearbeitete, Studienarbeiten zum Thema »Morgendämmerung – neue Tendenzen gestalten«. Die gewählte Darstellung hängt von der Entwurfsaufgabe ab. Da die Inhalte sehr verschieden sein können, werden die Mittel der Darstellung nicht reglementiert. Um die Präsentation der Arbeiten zu erleichtern, sind alle o.g. Inhalte auf max. 2 DIN A0-Plänen im Hochformat darzustellen. Die Pläne sind rechtzeitig bis zum 4. Mai 2021 18 Uhr in folgender Form einzureichen: einfach ausgedruckt und gerollt auf Papier (nicht falten), sowie zusätzlich digital im PDF-Format (max. 20MB pro Plan) auf einem beschrifteten Datenträger.

Zur Beurteilung der Arbeiten sind alle wesentlichen Abbildungen und Konzepttexte einzureichen, die zum Verständnis der Arbeit notwendig sind, z.B. bei Hochbau-Entwürfen: Erläuterungstext und Situationsplan, die wichtigsten Grundrisse, Schnitte und Ansichten, Modellfotos und Illustrationen. Modelle, Broschüren oder weitere Entwurfsunterlagen werden nicht angenommen.

Beurteilungskriterien

Die eingereichten Projekte werden von der Die Jungen Hugos 2021 – Jury gekürt. Die Jury wird vor allem auf die Nachvollziehbarkeit der Ideenentwicklung und die schlüssige Umsetzung schauen. Die Ideen werden auch in Bezug auf unsere Zukunft bewertet. Nicht zuletzt werden die baulichen und bildlichen Qualitäten des Entwurfes beurteilt.

Auszeichnungen

Es werden bis zu drei Preise und drei Anerkennungen vergeben. Diese werden im Rahmen des Architekturnovembers 2021 überreicht. Die ausgezeichneten Arbeiten werden in der Veröffentlichung des BDA „Architektur in Baden-Württemberg 2021« veröffentlicht.

Die jungen Hugos sind mit insgesamt EUR 2000,- dotiert. Alle Preisträger erhalten eine Urkunde. Zusätzlich überreichen wir einen Sonderpreis für Projekte von Studierenden, die vor Abschluss des 2. Studienjahres entstanden sind (Nachweis über die betreuenden Hochschullehrer*innen). Dieser Preis wird in Form eines Mentoring-Projektes mit einem der Jurymitglieder*inne vergeben. Genaueres wird online bis 2021 bekannt gegeben.

Abgabe

Der Abgabetermin ist Dienstag, der 4.Mai 2021 bis 18 Uhr. Bis zu diesem Termin müssen die Arbeiten bei der Geschäftsstelle des BDA Baden-Württemberg, Friedrichstraße 5 (Zeppelin Carré), 70174 Stuttgart, abgegeben werden oder per Post eingegangen sein. Die Pläne sind gerollt und gemeinsam mit den digitalen Dateien auf einem USB Stick, gekennzeichnet mit den Verfassernamen, in einer stabilen Verpackung abzugeben (Alternativ können die digitalen Daten auch rechtzeitig an folgende Email-Adresse unter dem Stichwort »Die Jungen Hugos 2021« mit vollständigen Namen der verfassenden Person geschickt werden: info@bda-bawue.de). Alle Teile der Arbeiten müssen deutlich mit dem vollständigen Namen des/der Verfasser*innen und der Hochschule gekennzeichnet werden. Außerdem muss jede/r Verfasser*in, bei Gruppenarbeiten ein/e legitimierte/r Vertreter*in der Gruppe, den Teilnahmebogen (Download) ausfüllen und zusammen mit den Unterlagen abgeben.

Nutzung und Rechte

Die eingereichten Arbeiten dürfen vom Auslober zum Zwecke der nationalen und internationalen Veröffentlichung (Buch, Zeitschriften, Ausstellungen, Webseiten, Social Media, etc.) und Dokumentation vollumfänglich zeitlich und örtlich unbeschränkt unter Namensnennung des/der VerfasserInnen genutzt werden. Der/Die VerfasserInnen stellen dem BDA Baden-Württemberg die von ihnen eingereichten Bilder, Planunterlagen und Textmaterialien unentgeltlich und frei von Rechten Dritter für die oben genannten Zwecke zur Verfügung. Alle sonstigen Rechte nach dem Urheberrechtsgesetz verbleiben bei den VerfasserInnen. Die eingereichten Unterlagen und Datenträger werden nicht zurückgesandt.

Jurysitzung und Bekanntgabe der Ergebnisse

Das Preisgericht tagt voraussichtlich am 9. Juli 2021. Alle TeilnehmerInnen werden anschließend per Mail über das Ergebnis benachrichtigt.

Termine

● Ankündigungen an den Hochschulen ab Juli 202

● Download der Auslobung ab 31 Juli 2020

● Bearbeitungszeitraum der Entwürfe ab SoSe 2018 bis WiSe 2020/21

● Einreichung der Arbeiten beim BDA bis Dienstag 4. Mai 2021, 18 Uhr

● Jurysitzung 9. Juli 2021

● Preisverleihung November 2021

Ausstellung

Hier werden bald die Ausstellungsexponate »Die*JungenHugos 2021« gezeigt.

Hugo Häring

Hugo-Häring Nachwuchspreis

Hugo Häring (* 22. Mai 1882 in Biberach an der Riß; † 17. Mai 1958 in Göppingen) war ein deutscher Architekt und Architekturtheoretiker.
Häring gilt als einer der wichtigsten Initiatoren des Neuen Bauens. Seine Beobachtungen und Gedanken zur Baukunst gehören zu den wesentlichen Grundlagen der Organischen Architektur, die besonders der Architekt Hans Scharoun (etwa bei der Berliner Philharmonie) aufgriff.

·
·

Hugo Häring wurde als Sohn eines Schreinermeisters in Biberach an der Riß geboren. Nach dem Abitur 1899 in Neu-Ulm studierte er bis 1901 an der Technischen Hochschule Stuttgart, u. a. bei dem Neogotiker Skjold Neckelmann, und von 1901 bis 1902 an der Technischen Hochschule Dresden, u. a. bei Cornelius Gurlitt, Fritz Schumacher, Hugo Hartung und Paul Wallot, Architektur.
Er schloss 1903 sein Studium an TH Stuttgart bei Theodor Fischer ab. Von 1903 bis 1904 war Häring als Architekt in Ulm tätig. 1904 ließ er sich in Hamburg nieder. Dort war er u. a. Lehrer an der Kunstgewerbeschule; 1910 an der Eröffnung einer Filiale der Vereinigten Werkstätten für Kunst und Handwerk beteiligt; 1912 Mitarbeiter des Architekten Gustav C. E. Blohm und Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832. Von 1915 bis 1921 wirkte Häring als Bauanwalt für Wiederaufbau in Ostpreußen (Allenburg, Kreis Wehlau), arbeitete daneben in Neu-Ulm als Architekt und von 1916 bis 1918 als Dolmetscher im Kriegseinsatz auf dem Balkan. 1918 heiratete er die Schauspielerin Emilia Unda und ließ sich 1921 in Berlin nieder. Dort beteiligte er sich an der Großen Berliner Kunstausstellung 1922. 1924 gründete er zusammen mit Ludwig Mies van der Rohe den sogenannten Zehnerring in Berlin und wurde 1926 zum Sekretär dieser auf 27 Mitglieder erweiterten Architektenvereinigung. In dieser Zeit teilten sich Mies van der Rohe und Häring ein Arbeitszimmer in der Wohnung von Mies van der Rohe am Anhalter Bahnhof Berlin. Häring kuratierte eine Ausstellung über städtebauliche Fragen Groß-Berlins auf der Großen Berliner Kunstausstellung 1927. 1928 war er Vertreter des »Rings« auf der Grüngungsveranstaltung des Congrès Internationaux d’Architecture Moderne (CIAM) in La Sarraz / Schweiz und schied 1930 aus dem CIAM aus. 1932 baute er auf der Werkbundsiedlung Wien. 1935 übernahm er die Reimann Schule in Berlin, die ab 1936 Kunst und Werk – Privatschule für Gestaltung hieß. Als die Schule 1943 ausgebombt wurde, kehrte Häring in seine Heimatstadt Biberach zurück. 1946 wurde er vorübergehend mit dem Wiederaufbau in der französisch besetzten Zone beauftragt und war von 1947 bis 1950 externer Mitarbeiter des Institutes für Bauwesen an der Akademie der Wissenschaften von Hans Scharoun in Berlin. 1950 heiratete er die Staatsschauspielerin Roma Bahn. Am 17. Mai 1958 starb Häring in Göppingen.